Es geht nicht ohne Links!

17. Juli 2008

Da habe ich hier den Don Alphonso (DA) noch ein wenig gelobt, greift er mit seiner neuen These diesmal wieder ziemlich tief ins Klo.

Ich glaube ja, dass DA eine Paranoia hat, für die er gar nichts kann. Ist aber eigentlich auch kein Wunder bei all den SEOs, die die deutsche Blogosphäre durchdrungen haben. Früher hat man halt verlinkt, einfach so, ohne Hintergedanken. Heute werden Links als “Währung” betrachtet und man überlegt sich zweimal, ob man jemanden verlinken soll oder nicht.

DA allerdings überlegt wohl vier- bis fünfmal und am Ende verlinkt er gar nicht nach außen, sondern lieber auf abgestandene Artikel aus seinem Archiv oder verstümmelt die URLs bis zur Unklickbarkeit. Nun, das kann jeder machen, wie er will. Aber das geht eben vollkommen am Gedanken des Internets vorbei, man könnte sagen, wer so handelt, hat das Internet nicht verstanden.

Wer Angst davor hat, jemandem mit einem Link etwas “Gutes” zu tun, soll eben ein rel="nofollow" reinsetzen, sofern er denn dessen mächtig ist. Aber dem Leser die Entscheidung vorweg nehmen zu wollen, nach dem Motto “ab einer gewissen Anzahl an Links wird sowieso nicht mehr geklickt”, ist wie das unbeliebte target="_blank", man bevormundet den Leser. Ich möchte bitte selber entscheiden, welchen Links ich folge und welchen nicht.

Dem so Handelnden könnte man glatt unterstellen, dass er selber nur versucht, die Leser auf seiner Seite zu halten, denn es ist einfach umständlich die (verstümmelte) URL aus dem Text heraus zu kopieren und in die Adresszeile einzusetzen. Es wäre einfach leserfreundlicher, wenn man Verweise nach außen auch klickbar macht.

Bei etwas anderem hat DA natürlich recht. Die sinnlose Pingerei. Daran ist aber nur das Pingback-System von WordPress schuld, das automatische Pingbacks zu verlinkten Artikeln schickt. Ist leider zu einer echten Seuche geworden. Die Lösung: a) Wenn man selbst nicht sinnlos pingen mag, einfach die Funktion deaktivieren oder ein besseres System als WordPress nutzen. b) Wenn man es leid ist, ständig angepingt zu werden, ein besseres System als WordPress nutzen (gibt es viele davon!).

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