Textpattern (TXP) ist meines Erachtens das am meisten unterschätzte CMS. Mit keiner anderen Software komme ich schneller zu Ergebnissen, wenn ich mal schnell eine Website basteln will. Das soll aber in keinster Weise despektierlich klingen, TXP kann auch große bis sehr große Webseiten antreiben und geht dabei sehr schonend mit den Server-Ressourcen um.
Wer sich nicht in der lebendigen und immer freundlichen Community umsieht und nicht weiß, wo er die unzähligen Plugins und die Dokumentation findet, könnte meinen, das Projekt sei gestorben.
Das ist es aber mitnichten! Natürlich kann man die Entwicklungsgeschwindigkeit nicht mit der von WordPress vergleichen. Hinter TXP steckt kein zahlungskräftiges Startup, die zwei bis drei Entwickler gehen einem Hauptberuf nach und treiben das Projekt nur in ihrer Freizeit voran. Ich verstehe nichts von PHP, aber was man so mitbekommt, scheint dabei eben sehr sorgfältig und überlegt vorgegangen zu werden, weshalb die zahlreichen Aktualisierungen, wie man sie von WordPress kennt, mangels Sicherheitslücken einfach nicht notwendig sind.
Alle paar Monate machen die Entwickler einem im Weblog den Mund wässrig und steigern die Vorfreude auf die nächste Version, die trotz eines nur kleinen Versionsschritts (4.0.6 -> 4.0.7) eine Menge Neuerungen mit sich bringen wird. Die Community treibt derweil eine Neugestaltung des Internetauftritts voran, der eine Überarbeitung sicher nötig hat. Auch wenn das inzwischen in die Jahre gekommene Corporate Design auch so seinen Charme hat ;)
Wer nicht unbedingt immer auf fertige Lösungen wie bei WordPress wert legt, sondern auch gerne mal selbst Hand anlegt, dem sei TXP wärmstens empfohlen. Nicht nur bzw. unbedingt fürs Bloggen, aber als CMS im Hintergrund ist TXP erst recht eine wahre Freude. Ach ja, und TXP ist übrigens auch Open Source!
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Vor ein paar Tagen stand ich ja mal kurz vor der Entscheidungsfindung, ein Projekt in WP oder TXP anzulegen (auch, weil WP schon mal basisinstalliert war). Ich kenne WP nicht so gut und hab mich ein bisschen durch die Meinungen anderer gegoogelt und getwittert. Ich habe mich nur bestätigt gefühlt, dass TXP bedeutend flexibler und CMSiger ist (ohne den schlimmen Backend-Overhead). Einiges ist ein bisschen fummeliger zu implementieren weil nicht von Anfang an implementiert – aber für alles habe ich bisher ein funktionierendes Plugin gefunden. Ich bleibe Fan. :)
"Rumours of my death are greatly exaggerated". — Donald Swain
Hach. Erstens wird es mir immer war ums Herz, wenn ich solche völlig zutreffenden Lobhudeleien lesen muss. Zweitens sucht die simple aber logische Template Tag tatsächlich ihresgleichen, wenn es um die ‘mal eben schnell’ Realisierung von Webseiten CMS Workflows geht.
Und in meinen Augen ist das jetzt mögliche verschachteln von Template Tags (tag nesting) ein Feature, dass Textpattern lässig ein ‘hoch zwei’ verleiht.
Seit ich zum ersten Mal Templates für Drupal erstellen durfte/musste weiß ich überhaupt erst, warum ich Textpattern vom ersten Augenblick an geliebt habe: Ich verstehe einfach, was da passiert, ohne vorher ein Informatik-Grundstudium absolviert haben zu müssen.
Ich glaube, nach ein paar Jahren zufriedenem WordPress-Bloggen, bin ich jetzt für einen zweiten und intensiven Kontakt mit Textpattern bereit. Sicherheitslöcher, gieriger Memorybedarf und ein zu umfangreiches Backend lassen die Sympathie für WP etwas schwinden.