Twitter setzt im Kampf gegen Spam weiterhin auf die Mitarbeit der ehrlichen User. Bisher konnte man mit dem Blocken von Twitter-Usern nicht nur seine Antipathie gegenüber dem geblockten User Ausdruck verleihen, sondern auch Spammer blockieren. Je mehr Blocks ein Account innerhalb kurzer Zeit bekommt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Twitter-Zentrale auf den ungeliebten Account aufmerksam wird und ihn suspendiert.
Nunmehr kann man verdächtige oder eindeutige Spam-Accounts direkt per Knopfdruck als Spam markieren und so die Verantwortlichen auf den Account aufmerksam machen. Die Funktion versteckt sich im Actions-Menü unter “Report username for spam”. Damit wird nicht nur eine Meldung gemacht, sondern der User auch gleichzeitig geblockt. Soweit die Nachricht.
Sicherlich tummeln sich mittlerweile viele, vermutlich zu viele User und Bots auf Twitter herum, die nur eines im Sinn haben: Mituser auf ihre Website zu locken, die dort im Idealfall ihr Geld ausgeben. Allerdings finde ich das bei Twitter weniger schlimm als z.B. bei E-Mails. Auch wenn bei letzterem die meisten Dienste den Spam zuverlässig aussieben und in einen Ordner schieben, nervt es. Man schaut doch hin und wieder mal in den Spam-Ordner, ob nicht doch irgendwelche false positives reingerutscht sind.
Aber welchen Nachteil habe ich, wenn mir Spam-Twitterer folgen? Ich muss ihnen doch nicht zurückfolgen!? Und bisher hat mich noch keine oral-aktive Britney mit meinem Twitternamen angesprochen, so dass das vielleicht in meinen Mentions stören würde. Warum also diese Hysterie unter Twitter-Usern, die sich über Blockorgien ärgern und ihren Account teilweise schützen, um vor Spambots verschont zu bleiben. Wieso “verschont” bleiben? Was tun einem die Spambots? Ok, die die einem die Mentions zuspammen, weil sie einen direkt ansprechen sind nervig, die kann man auch blocken, kommt aber nur selten vor, aber der Rest? Welchen Schaden führt er einem zu? Keinen!
Aber egal, das war neben der Nachricht mein kleiner persönlicher Rant zur Spam-Hysterie bei Twitter, die ich für ziemlich übertrieben halte.
Update: Wie Techcrunch berichtet, verbietet Twitter zur Spambekämpfung auch das Twittern von identischen Tweets (“Duplicate Tweets”), wenn zwischen den identischen Tweets weniger als 24 Stunden liegen.

